The Lower Austrian value-added map

Die hier vorgestellte Landkarte der Bruttowertschöpfung zeigt die enormen Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen Gemeinden Niederösterreichs. Die stärksten 32 der insgesamt 573 Gemeinden reichen bereits aus, um die Hälfte der Bruttowertschöpfung zu generieren. Diese herausragenden regionalen und lokalen Zentren sind umgeben von 541 weiteren Gemeinden, welche die zweite Hälfte der Bruttowertschöpfung in Niederösterreich erwirtschaften.

Normiert man die Bruttowertschöpfung, indem man sie durch die Anzahl der Beschäftigten dividiert, zeigt sich ein etwas homogeneres Bild, allerdings sind auch hier einige produktivere Zentren auszumachen. Diese liegen südlich von Wien im Bereich Wiener Neudorf bis Baden, rund um Sankt Pölten sowie in der Gegend um Amstetten. In diesen Regionen erwirtschaftet eine beschäftigte Person tendenziell mehr Bruttowertschöpfung als in den übrigen Regionen.

Ein Grund hierfür liegt in der räumlichen Verteilung der Wirtschaftsbranchen. Die Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei halten zwar in Summe über ganz Niederösterreich nur noch einen Anteil von etwa 2,5% an der gesamten Bruttowertschöpfung, es gibt jedoch Gemeinden mit einem Anteil von über 50%. Diese Orte finden sich üblicherweise abseits der Hauptverkehrsrouten.
Die Betriebe des Produzierenden Bereichs sind wesentlich gleichmäßiger über das Bundesland verteilt. Es lassen sich kaum regionale Muster ableiten, viel mehr sind große Unterschiede auch zwischen direkt benachbarten Gemeinden zu beobachten.
Die Dienstleistungen stellen den wichtigsten Sektor dar. Es gibt keine einzige Gemeinde in Niederösterreich, die nicht zumindest einen Anteil von 10% der Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung aufweisen kann. Besonders stark vertreten sind die großen Gemeinden, es gibt aber auch eine Anzahl an kleinen, touristisch geprägten Gemeinden, die Anteile von zum Teil über 90% auf sich verbuchen.

 

 

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Günther Grohall
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